Wir freuen uns auf's „Max07” - 25. Juni 2006

Augsburg und die Augsburger haben sich gestern von ihrer besten Seite gezeigt. Es hat aber auch wirklich alles gepasst: das 2:0 gegen Schweden, Kaiserwetter und ein Endspurt beim „Max06”, der alles bisher da gewesene in den Schatten gestellt hat. Offiziellen Schätzungen der Polizei zufolge stürmten mehr als 35.000 (!) Besucher die Kaisermeile.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!”

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!”


Es war ein Fest der Superlative. Kaum war der Schlusspfiff gefallen, strömten Tausende in die Innenstadt und tauchten die ganze City in ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer. Kaum ein Auto rund um den Kö konnte passieren, ohne von Fahnen schwingenden Teenagern im Freudentaumel begrüßt zu werden. Die meisten drückten mächtig auf die Hupe, ausgelassen schwenkten sie Fahnen, mancher hatte gar ein Megaphon dabei, um seiner Freude lauthals Ausdruck zu verleihen. Und dann erst in der Maximilanstraße: Kaum hatten die Buden in der Prachtmeile zum Endspurt fürs „Max06” aufgesperrt, drängelten sich die Schlachtenbummler schon um die „Zapfsäulen”, um den Sieg ihrer Nationalelf kräftig zu begießen. Und das hat auch seinen Tribut gefordert: immer wieder mussten sich Rettungswagen einen Weg durch die Massen bahnen, um die Übermütigen abzutransportieren. Die „Hitze” war aber auch echt mörderisch.


Schon um 19 Uhr war auf der Maxstraße kein Durchkommen mehr.

Schon um 19 Uhr war auf der Maxstraße kein Durchkommen mehr.


So einen Abschluss konnten sich die Veranstalter nur wünschen. Es war ein krachiges Fanal, das auf dem Augsburger Straßenfest gesetzt wurde. Gegen 19 Uhr war es schon soweit: die Maxstraße war proppenvoll - kaum ein Durchkommen mehr möglich. Einzelne Darbietungen wie die Flamencotänzerinnen auf der Bühne vor dem Ulrichsplatz, ob Bodypainting oder die Regiorocker von „tba” auf der Hauptbühne gingen im allgemeinen Freudenrausch fast unter. Und vor allem riss der Strom der Feiernden nicht ab: noch um ein Uhr nachts war das Fest in vollem Gang - so mancher rieb sich da verwundert die Augen und kannte „sein” Augsburg nicht mehr wieder.


Herkules in arger Bedrängnis.

Herkules in arger Bedrängnis.


Soviel steht jetzt schon fest: das „Max06” war ein voller Publikumserfolg und die meisten Besucher fiebern wohl schon dem „Max07” entgegen - ein dickes Lob an die Veranstalter. Es bleibt allerdings zu wünschen, dass sich auch endlich mal das Booking etwas zeitgemäßer ausnimmt. Regionale Bands, schön und gut, aber der jeweilige Topact sollte doch in Zukunft sorgsamer ausgewählt werden. Ist es doch so, dass nach den „Flying Pickets” beim „Max05” mit Rockröhre Doro Pesch wieder mal ein Star von gestern gebucht wurde. Als Referenz ans breite Publikum kann bei der Ex-Frontfrau von „Warlock” ja nun wirklich nicht die Rede sein. Vielleicht kommt ja „Max07” endlich in der Gegenwart an! Ist ja nicht so, dass heutzutage keine Künstler mehr die Massen bewegen könnten - und die sind ganz bestimmt nicht so viel teurer.


Die „CIA” bringt Schwung in die Stadt - mit Sicherheit!

Die „CIA” bringt Schwung in die Stadt - mit Sicherheit!


Wir freuen uns jedenfalls auf's „Max07”.