Augsburger legen kolossalen Endspurt hin - 12. Mai 2006

112.430 Euro überweisen die Augsburger nach Äthiopien - das ist jetzt amtlich. Die Wette mit Karlheinz Böhm und seiner Stiftung „Menschen für Menschen” ist nicht nur gewonnen: die Augsburger haben einmal mehr gezeigt, dass sie das Herz am rechten Fleck tragen (wir berichteten). Endgültiger Spendenstand aller 21 Städte: 2.072.780 Euro.

„Augsburg hat einen atemberaubenden Endspurt für die Wette hingelegt”, freut sich OB Dr. Paul Wengert. „Wir haben die Wette gewonnen. Gewinner sind aber vor allem die Kinder in Äthiopien, für die mit diesem Geld aus der Städtewette Schulen gebaut werden. Ich danke allen Bürgern, Vereinen, Organisationen und Firmen, die für die Wette so fleißig gesammelt und gespendet haben für ihr großartiges Engagement. Die Augsburger haben sich großzügig gezeigt und bewiesen, dass sie ein Herz haben für die Ärmsten der Welt. Hierfür gebührt allen, die mitgemacht haben Dank und Respekt.”


Bis vor zwei Wochen sah es gar nicht danach aus, dass die Augsburger sich für äthiopische Kinder ins Zeug legen wollen - da waren erst 30.000 Euro auf dem Konto. Es wurden Kuchen gebacken und verkauft, Vereine und Unternehmen haben Spenden gesammelt, Schulen und Kindertagesstätten haben durch Pausen- oder Kuchenverkauf und Sammlungen einen ganz wichtigen Beitrag geleistet und manche Firmen haben das Sammelergebnis ihrer Mitarbeiter aufgestockt oder gleich eine Spende überwiesen. Und auch unser OB, der im Namen aller Augsburger die Wette gegen Böhm, Begründer der Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen”, eingegangen ist, hatte stets eine Sammeldose im Gepäck.


„Es ist beeindruckend, dass im Zuge dieser Wette so viele gute Ideen geboren worden sind, dass sich so viele Augsburger bereit erklärt haben mitzumachen, mit ganz unterschiedlichen und sehr kreativen Aktionen”, freut sich der Oberbürgermeister. So hat die Berufsschule III einen im wahrsten Sinn des Wortes gewichtigen Beitrag geleistet: 1.200 Euro waren hier in Scheinen eingerollt in die Löcher eines Ziegelsteins gesteckt. Den Erlös aus dem Verkauf von Muttertagstorten, -karten sowie Muffinherzen, die Einnahmen aus dem Bistro oder aus Sammlungen haben Schüler gestern dem OB überbracht. Auch Kinder der Kindertagesstätte in Oberhausen waren zusammen mit Leiter Erich Paltins und Kinderpflegerin Regine Ludwig beim OB und haben ihm den Erlös aus Kuchen- und Börekverkauf für die Wette übergeben. Eine Hobbykünstlerin hat Bilder in der Annastraße verkauft, ein Rikscha-Fahrer Taxi-Fahrten durch die Innenstadt für den guten Zweck angeboten und, und, und. „Die Aktionen waren bunt und vielfältig, wie Augsburg”, freut sich Wengert.


Das waren die Spender im Einzelnen:


Der Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller, Süddeutsche Fotografentage der Fotografeninnung Schwaben, FIFA WM 2006 Tour, Bäckerei Wolf, Stadtwerke Augsburg (ein Euro je Mitarbeiter), Weltbild-Verlag, Bauunternehmung Richard Filser GmbH & Co, Brauerei Riegele, Eisstock-Club, Manfred und Emma Joachim, PLG, Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH, Ingenieur- und Dienstleistungs AG, AVA Abfallverwertung Augsburg GmbH (ein Euro je Mitarbeiter), Stadtsparkasse, Hosokawa Alpine AG, PCI, Ihle, M-net Telekommunikations GmbH Niederlassung AugustaKOM, SPD Augsburg, Sparda-Bank, Elektrogroßhandel Knopf GmbH & Co. KG, Beechraft, Osram, Wash-Tec, Erdgas Schwaben, Böwe Textile Cleaning, die Handels- und Gewerbebank Augsburg, Walter Greif GmbH & Co. KG, Mietwäsche, Koffer Kopf, Kreissparkasse, Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, WSB Bayern, Niederlassung Augsburg, Firma Deuter, IMA Ingenieurbüro GmbH.


Und sie haben Sammlungen und Aktionen veranstaltet:


Personalversammlung Stadt Augsburg, Eröffnung Osterplärrer/Osterdult, Zoo, Botanischer Garten, Stadtteilgespräch für die Firnhaberau und Hammerschmiede in der Waldorfschule, Auftaktveranstaltung BIA 50 Plus, Jahreshauptversammlung der AWO, Kundgebung zum 1. Mai auf der Freilichtbühne, der Seniorenbeirat („Musik am Nachmittag”), Freundeskreis Zoo, Äthiopischer Freundeskreis, die „Schuhputzer” Christine, Nadine und Adrian, Rikscha-Fahrer Andreas Kraus, Kindertagesstätte Eichlerstraße Oberhausen (Kuchen- sowie Börekverkauf), SPD Haunstetten, SPD-Unterbezirk Augsburg, Renate Dick, die Bündnis-Botschafterin, TSG Hochzoll, SV Bergheim, die Berufsschulen I und III, Realschule Bertold Brecht, Kinderklinik, Friedrich-Ebert-Schule, Theater Augsburg, Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Pfarrei Heilig Geist, Karstadt, Katharina Zoppelt, Charly-Bräu, Werner-von-Siemens Grundschule, Augsburger Puppenkiste, und last but not least das Jakob-Fugger-Gymnasium.


Endlich bekommen die Kinder in Äthiopien ein paar Schulen - und Augsburg hilft mit. Pikant am Rande: nur München, Wiesbaden, Halle und Gera haben das Klassenziel (ein Drittel der Einwohner jeder Stadt spenden einen Euro) deutlich verfehlt. Von wegen „Greater Munich”, denen haben wir's mal wieder gezeigt!