Jugendliche voranbringen - 10. Juni 2006

Jennifer Taeuber tippt ihren Lebenslauf in den PC. Sie ist 19, hat einen Realschulabschluss, aber bislang keine Berufsausbildung gemacht. Zwei Plätze weiter sitzt Alexander Gehb. Der gelernte Verfahrensmechaniker ist seit knapp zwei Jahren arbeitslos. Der 24-jährige möchte gern eine Ausbildung zum Bürokaufmann oder Arzthelfer machen.

Für ihn ist es wichtig, nach beinahe zwei Jahren Arbeitslosigkeit wieder fest in ein geregeltes Arbeitsleben einzusteigen. Jennifer und Alexander sind Teilnehmer am Projekt „Pro Jugend”, Teilprojekt IT (Informationstechnologie) im Förderwerk St. Elisabeth der KJF (Katholischen Jugendfürsorge). Die Zielgruppe dieses Projekts sind junge Leute unter 25 Jahren, die schon längere Zeit arbeitslos sind. Sie verpflichten sich zur Teilnahme bis zu einem Jahr. In dieser Zeit beziehen sie weiterhin Arbeitslosengeld II und zusätzlich eine Entschädigung von einem Euro pro Stunde. Finanziert wird das Projekt von der ARGE Ausbildung und Arbeit. Erklärtes Ziel des Projekts ist es, Teilnehmern den Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erleichtern.


Am PC vertiefen die Teilnehmer des Projektes „Pro Jugend” ihre Kenntnisse im Bereich IT. © KJF/Riske

Am PC vertiefen die Teilnehmer des Projektes „Pro Jugend” ihre Kenntnisse im Bereich IT. © KJF/Riske


Am Beginn des Projekts steht erst eine einwöchige Diagnostikphase, in der die individuellen Neigungen, Interessen und Fähigkeiten erfasst werden. Durchgeführt wird die Diagnostik für die Regionen Augsburg Süd und Mitte im Förderwerk. Anschließend werden die Teilnehmer einem Teilprojekt zugeordnet. Das Teilprojekt IT läuft seit März und kann bis zu insgesamt zwölf Teilnehmer aufnehmen. Im fachtheoretischen sowie -praktischen Unterricht vermittelt Projektleiter Marco Rothe Kenntnisse in Hardware und Software wie das Zusammenbauen eines PC's oder z.B. die Anwendung von Standard Office-Programmen wie Word, Excel und PowerPoint. Auf dem Stundenplan stehen auch Miniprojekte wie die Erstellung eines Flyers für das Projekt „Pro Jugend”.