Sonderpreis für Augsburger Bauherren - 07. April 2006Einen Sonderpreis bei der Denkmalpreisvergabe des Bezirks Schwaben für 2005 in Höhe von 5.000 € erhalten heuer Roman Gruber und Waltraud Baeuerle-Gruber für die Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Wolframstraße. Das hat der Kulturausschuss des Bezirks gerade in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Gratulation! Das Anwesen, ein Büro- und Wohngebäude, wurde um 1928 in expressionistischem Baustil mit markanten Backsteinornamenten, welche reliefartig die Fassade gliederten, gebaut. Die dunkel gebrannten Kliniker, intensiven Farbglasuren und kunstvolle Verlegearbeiten prägen die plastisch hervortretende Fassade. Das lange vernachlässigte Gebäude wurde nach einer sorgfältigen Befunduntersuchung wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. „Hervorzuheben sind hierbei die Freilegung von Klinker und Betonteilen, der Originalfarben sowie die Restaurierung der noch erhaltenen Ausstattungsteile”, so Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl in seiner Begründung. Das Gebäude sei eines der ganz wenigen hervorragenden Beispiele des modernen Bauens der 1920 Jahre, die in Augsburg erhalten geblieben seien. „An städtebaulich prägender Stelle stellt es außerdem einen Blickfang da, der das gesamte Ensemble aufwertet.”
Der Hauptpreis des Bezirks für vorbildliche Denkmalerhaltung geht übrigens an Hans-Peter Reerink und Dr. Christiane Reerink für die Sanierung und Reaktivierung des so genannten Eggelhofs in Achsheim. Dieser Einzelhof wird urkundlich bereits im 12. Jahrhundert erwähnt und war bis zur Säkularisation im Besitz des Augsburger Domkapitels. Und über 5.000 € darf sich auch die „Lebenshilfe Donau-Ries” freuen. Sie bekommt diesen Sonderpreis dafür, dass sie eins der ältesten Gebäude Nördlingens saniert hat, das zugleich auch Geburtshaus von Fußballstar Gerd Müller ist. Die Sonderpreise werden am 8. Mai um 19 Uhr im Rokokosaal der Regierung von Schwaben feierlich übergeben. |