ZK de luxe - 15. Dezember 2005

„VIP Medical Unit” - hinter dem ominösen Kürzel verbirgt sich seit kurzem eine kleine aber feine Privatstation im 12. Stock des Klinikums. Spitzenmedizin im Vier-Sterne-Ambiente und mit eigenem Hotelservice will man künftig potenten Selbstzahlern aus dem In- und Ausland bieten. Damit rückt das ZK langsam aber sich in die erste Liga auf.

Elegante dunkle Hölzer und Pastellfarben dominieren Bel Etage. Der typische Eindruck einer Krankenhausstation rückt in weite Ferne, man fühlt sich eher wie in einem gehobenen Hotel. Das neue attraktive Angebot sei ein wichtiger Baustein, um weiter in der „ersten Liga” auf dem Gesundheitsmarkt mitzuspielen, freut sich OB Dr. Paul Wengert in seiner Funktion als stellvertrender Verwaltungsratsvorsitzender, der sich damit zusätzliche Einnahmen für das Haus erhofft.


Zimmer de luxe


„Die Nachfrage für eine derartige Station ist da bei einheimischen Privatpatienten und auch Selbstzahlern”, erklärt Verwaltungsdirektor Herbert Höck. Und auch auf dem internationalen Parkett ist das Zentralklinikum für Arabien, Russland und die Ukraine zunehmend eine hoch geschätzte Kompetenzadresse. Diese Klientel schätzt den exzellenten Rundum-Service und ein stilvolles Ambiente - hochkarätige ärztliche und pflegerische Versorgung vorausgesetzt.


Die Station umfasst in der „Patientenzone” 13 moderne Einzelzimmer à 20 Quadratmeter mit angrenzender Nasszelle und zwei Suiten à 36 Quadratmeter mit je einem Zusatzraum für Angehörige und je zwei Nasszellen. Fernseher, DVD-Spieler, Internetanschluss und diverse Tageszeitungen gehören zum Servicepaket. Als Zusatzangebot werden - gegen gesonderte Berechnung - Kosmetik- und Friseurleistungen angeboten. Das Klinikum arbeitet hier mit „Bachmaier-Cosmetic” bei der Parfümerie Naegele und dem Haarstudio Maier zusammen. In der „Servicezone” werden an einer eigenen Rezeption alle Termine, z.B. Freizeitangebote, gesteuert. Im Lounge-Bereich kann sich der Patient mit Freunden oder Angehörigen treffen, aber auch Zeitungen lesen oder international fernsehen. Im angrenzenden Speisebereich können die Patienten à la carte essen oder aber aus täglich wechselnden Menüs auswählen. Jeden Morgen gibt's ein Frühstücksbuffet; Obst, Kaffee und Kuchen den ganzen Tag. Auch Besucher können aus dem vielfältigen Angebot auswählen. Für arabische Patienten gibt es separate Speisekarten. In einer „Funktionszone” sind das Arztzimmer, Besprechungs- bzw. Untersuchungsraum sowie die Multifunktionsräume integriert, die auch für Begleitpersonen genutzt werden können.


Speisebereich


Die Station kann als interdisziplinäre Station von allen Kliniken des Hauses belegt werden. Als ärztlicher Leiter fungiert Professor Michael Beyer, der Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie. Stationsärztin ist Dr. Sybille Wiedenmann. Pflegedirektorin Christa Tischer, die maßgeblich an der Gesamtkonzeption der neuen Station beteiligt war, zeichnet für die pflegerische Versorgung verantwortlich. Stationsleitung ist Kerstin Reiher. Mit Kornelia Isek wurde eine Servicemanagerin eingestellt. Sie machte ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau und Tourismusmanagerin u.a. im „Marriott-Hotel” und auch „Drei Mohren”. Das Pflegepersonal spricht englisch und wurde eigens für den Einsatz auf dieser interdisziplinären Station in den verschiedensten Fachdisziplinen vorbereitet. Zusätzlich stehen auch noch Servicefachkräfte zur Verfügung.


Lounge


Die Reaktionen der Patienten auf der schon jetzt gut belegten Privatstation sind durchweg sehr positiv, wissen die Mitarbeiter zu berichten. Geschätzt werden insbesondere der gute Rundum-Service, das stilvolle und ruhige, vom übrigen Klinikbetrieb abgetrennte Ambiente, die gute Küche und die hochkarätige ärztliche und pflegerische Versorgung. „Es ist heute enorm wichtig, dass ein Haus dieser Größe und Versorgungsstufe so ein Angebot vorhalten kann, um im nationalen und internationalen Wettbewerb mit den anderen Einrichtungen zu punkten”, so die einhellige Meinung aller Beteiligten.