Josefinum hilft albanischem Kind - 22. Juli 2005Am Josefinum Augsburg wurde einem dreijährigen albanischen Buben ganz unbürokratisch geholfen. Ervin wurde mit seiner Mutter aus Albanien eingeflogen nachdem bekannt wurde, dass eine dringende Nierenoperation in seinem Heimatland nicht möglich war. Kurzerhand übernahmen die Diözese Augsburg und die LIGA-Bank die Kosten. Ervin schaut etwas verwundert drein; der kleine Bursche ist zwar ziemlich aufgeweckt, aber er versteht leider kein Deutsch - erst seit wenigen Tagen liegt er im Josefinum. Aus seinem Heimatland Albanien ist er mit seiner Mutter samt Dolmetscherin hierher gekommen, weil eine dort nicht mögliche Nierenoperation dringend notwendig erschien; das Josefinum hatte sich bereit erklärt, ihn aufzunehmen und zu versorgen, Diözese Augsburg und LIGA-Bank sagten zu, die Kosten zu übernehmen, und die Kinderchirurgen Dr. Andreas Schmidt und Dr. Claudia Herzog sagten zu, ihn kostenlos zu untersuchen und zu operieren.
Bild: Kümmern sich um Ervin im Josefinum (v.l.): Ordensschwester Michaela Christen aus Albanien, seine Mutter Luljeta Pjetri, Dr. Christiane Herzog und Dr. Andreas Schmidt. Bei den Untersuchungen stellten die Augsburger Spezialisten dann allerdings fest, dass die Nierenerkrankung gottlob nicht akut ist und sich eventuell im Lauf der Zeit sogar von selbst erledigt. „Eine Operation ist derzeit nicht notwendig”, erläutert Dr. Schmidt. Bei den genauen Untersuchungen wurde allerdings festgestellt, dass eine andere Operation nötig ist, ein so genannter Hodenhochstand muss korrigiert werden. „Wir nehmen an, dass er schon bald wieder nach Hause kann. Wir bleiben dann in Kontakt, und die Nierenoperation kann - wenn nötig - zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden”, erklärt Dr. Schmidt. So kann Ervin in einigen Tagen schon bald wieder mit seinen Freunden in Albanien spielen. |