„Nein”-sagen will gelernt sein - 14. August 2005Gewalt, sexueller Missbrauch, Entführungen - fast täglich werden Kinder zu Opfern. Diesen Angriffen auf Kinder und Jugendliche nicht ohnmächtig zuzusehen, sondern den Kindern Handlungsalternativen anzubieten ist Ziel der Mitarbeiter des Augsburger Kinderzentrums. Die „Aktion Mensch” unterstützt die Initiative jetzt mit 5.000 Euro. „Schluss mit dem Weggucken. Hingucken und reagieren können ist unser Thema”, erklärt Sabine Bennewitz, Bereichsleiterin der Vorschulgruppen. Unter dem Titel „Starke Kinder” werden Mädchen und Buben für gefährliche Situationen sensibilisiert und lernen Strategien, die sie in solchen Situationen anwenden können: nicht mit Fremden mitgehen, nicht die Tür öffnen, wenn die Eltern weg sind, laut „Nein” rufen, wenn es unangenehm wird.
Denni, Ikbal und Anja (von rechts) haben gelernt, die gefährliche Situation zu erkennen: Die drei widerstehen Sozialpädagogin Nadja Fuchs vom Kinderzentrum, die in einem Rollenspiel versucht, sie in ihr Auto zu locken. © KJF/Karg Ein Projekt, das Unterstützung verdient, fand auch die „Aktion Mensch” und förderte das Angebot mit 5.000 Euro. Damit konnten sechs Einrichtungen an dem Projekt teilnehmen: die erste und zweite Klasse der Volksschule Herrenbach, der Kindergarten St. Johannes in der Branderstraße, das Förderzentrum Ulrichschule, die Sonderpädagogische Tagesstätte an der Franziskus-Schule Gersthofen und die schulvorbereitende Einrichtung in Pfersee. Bereits seit zwei Jahren bietet das Kinderzentrum, das eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge ist, das Selbstschutzprojekt an, das neben Heilpädagogischen Tagesstätten und Kindergärten auch Grundschulen nutzen können. |