TIM in trockenen Tüchern - 23. April 2005Jetzt ist es endlich fix. Vergangene Woche unterzeichneten Vertreter der Stadt den Vertrag mit dem bekannten Grazer Architekten Klaus Kada. Freie Bahn also fürs Augsburger Textil- und Industriemuseum, das schon Ende 2007 eröffnen will. Kostenpunkt: Schlappe zehn Millionen Euro.
Das TIM will die für Augsburg so bedeutsame Epoche des Industriezeitalters lebendig dokumentieren. Bürgermeisterin Eva Leipprand erklärt: „Zur Geschichte unserer Stadt gehören die Römer und Bischof Ulrich, die Fugger und die Renaissance, Gold und Silber, Mozart und Rokoko. Aber eben auch die Zeit, in der Augsburg mit seiner Industrie europäische Bedeutung erlangte und Stadtbild wie Bevölkerungsstruktur grundlegend veränderte.” Die Industriekultur ist Teil der Stadtidentität. „Das Textilviertel, das zur Einkaufsmeile herabzusinken drohte, wird durch diesen kulturellen Impuls aufgewertet und weiterentwickelt.” Ende 2007 soll das TIM eröffnet werden - als erstes Landesmuseum in Schwaben und erstes Textil- und Industriemuseum in Bayern. Sobald es fertig ist, wird das Gebäude dem Freistaat übergeben und dann von diesem geführt. |