Wolferl kehrt nach Augsburg zurück - 12. April 2005

Die „vatterstadt meines papa” nannte Wolfgang Amadé Mozart Augsburg. Augsburg gehört neben Salzburg und Wien zu den drei Städten, die sich „Mozartstadt” nennen dürfen. Im kommenden Jahr, wenn die Musikwelt den 250. Geburtstag des Wunderkindes feiert, will sich die Stadt mit einem großen Mozartprogramm präsentieren.

Wolfgang Amadeus MozartZum ersten Mal präsentieren sich im Mai 2006 das „Deutsche Mozartfest” und der „Internationale Violinwettbewerb Leopold Mozart” in Augsburg mit einem einheitlichen Erscheinungsbild und gemeinsamer Vermarktung. Der Festivalauftritt wurde unter Federführung des Augsburger Kulturbüros entwickelt, dem die Deutsche Mozart-Gesellschaft (DMG) die Organisation ihres „55. Deutschen Mozartfests” übertragen hat. Das Festivalmanagement obliegt Thomas Weitzel, dem Leiter des Kulturbüros. Künstlerischer Leiter ist Professor Julius Berger.

Mozarts Vorfahren stammen aus dem „Mozartwinkel” im Augsburger Land, die Künstlerfamilie war seit 1643 in Augsburg tätig. Leopold Mozart - Vater, Erzieher und Musiklehrer des berühmten Komponisten - wurde 1719 in Augsburg geboren. Sein genialer Sohn kam zwischen 1763 und 1790 fünfmal nach Augsburg: als Verwandter, als Musiker oder als „Tourist”. Mozart lernte hier das „Bäsle” kennen, seine erste große Liebe. Ihr schrieb er fortan später als anstößig empfundene Briefe, er besichtigte den Goldenen Saal im Augsburger Rathaus, musizierte im Konzertsaal in den Fuggerhäusern und stieg im Hotel „Weißes Lamm” im Domviertel ab (wo heute eine Gedenktafel an diesen Besuch erinnert). Er besuchte den bekannten Orgelbauer Johann Andreas Stein in dessen Haus in der Maximilianstraße und spielte auf Orgeln in der Barfüßerkirche und in der Ulrichskirche.


Über Generationen waren die Mozarts als Handwerker- und Künstlerfamilie in Augsburg tätig - als Baumeister, Bildhauer oder Buchbinder. Im Geburtshaus Leopold Mozarts in der Frauentorstraße stößt man auf diese Vorfahren von Wolfgang Amadé und den weltweit größten Bildbestand (!) zum Thema Mozart. Im Fronhof, bei der ehemaligen Residenz der Augsburger Fürstbischöfe, steht das Mozart-Denkmal. In der Fuggerei erinnert eine Steintafel daran, dass der Maurer Franz Mozart - der Urgroßvater des Komponisten - in der ältesten Sozialsiedlung der Welt gelebt hat.


Zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart plant nun die Stadt Augsburg zusammen mit der Mozartgesellschaft ein großes Programm. Dies wurde gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. Keinesfalls, so lässt die Stadt verlautbaren, wolle man die Salzburger Festspiele kopieren, sondern mit einem eigenen Programm Freunde der klassischen Musik nach Schwaben locken. Am 27. Januar 2006 beginnt das Spektakel mit einem Festakt im Rathaus. Im Mai geht es weiter mit dem „55. Deutschen Mozartfest” und zeitgleich dem „6. Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart”. In den zwei Wochen vom 12. bis zum 28. Mai stehen beim Mozartfest historische Aufführungspraxis und moderne Interpretationen auf dem Programm. Die Mozart-Gedenkstätte in der Frauentorstraße unweit des Doms ist momentan noch geschlossen. Auch sie soll fürs Festjahr in neuem Glanz erstrahlen.


Das Programm wird dieser Tage bundesweit an Konzertagenturen verschickt. Augsburg möchte sich mit diesem Programm die Beachtung verschaffen, die der Stadt als Bayerns drittgrößte Stadt gebührt. Wer sich schon jetzt über das Festivalprogramm informieren möchte, kann den Flyer im Kulturbüro und in der Tourismusinformation der Regio Augsburg am Rathausplatz schon jetzt abholen. An der Online-Version (www.mozartstadt.de) wird derzeit noch fieberhaft gearbeitet.


Über Generationen waren die Mozarts als Handwerker- und Künstlerfamilie in Augsburg tätig - als Baumeister, Bildhauer oder Buchbinder. Im Geburtshaus Leopold Mozarts in der Frauentorstraße stößt man auf diese Vorfahren von Wolfgang Amadé und den weltweit größten Bildbestand (!) zum Thema Mozart. Im Fronhof, bei der ehemaligen Residenz der Augsburger Fürstbischöfe, steht das Mozart-Denkmal. In der Fuggerei erinnert eine Steintafel daran, dass der Maurer Franz Mozart - der Urgroßvater des Komponisten - in der ältesten Sozialsiedlung der Welt gelebt hat.